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Erinnerungen und Abschiede
 

Ulme - unser Norweger

Ulme ist am 21.09.2011 geboren worden. Er wurde von meiner besten Schulfreundin Andrea in Spellen gezüchtet und war schon als Baby ein wundervoller Kater.

Nachdem jemand anderes als wir ihn gekauft und doch zurückgegeben hatte, bekamen wir Ulme dann doch auf unseren Hof.

Ulme war ein "Blaubärchen", ein silberblauer Langhaarkater von stattlichem Ausmass - wenn man seine Jugend berücksichtigt.

Selten habe ich eine solche "Quasselstrippe" von Katze erlebt. Ulme war immer um uns, immer bei uns, immer bei der Arbeit, beim Reiten, beim Werken, bei der Büroarbeit dabei. Er war wilder Hofkater, Stubentieger, faule Schlafmütze - aber der absolute Liebling unserer Hofbewohner.

Auch Micha, unser "harter Kerl" auf dem Hof hat Ulme sehr gern. Darum war heute auch ein schrecklicher Tag für uns alle - auch für Micha.

Wir haben im Büro gearbeitet, Ulme und ich. Er hat mir zwischen mein Telefonat mit dem Boss gequasselt, dem Collie auf dem Kopf herum geturnt und schließlich ist er raus... zu Micha und Roxanne in die Weiden und in den Garten. Mal nach dem Rechten gucken.

Er war den Mäharbeiten zu schauen, ist dann friedlich und gemütlich auf dem Seitenstreifen Richtung Haus getingelt... und dann kam es:

ein Autofahrer - mal wieder völlig über Tempo in die 90 Grad Kurve geheizt, mal so richtig die Sau raus lassen und dabei den kleinen Kater ermorden.

Muss der sich super gefühlt haben - die feige Type hat nicht mal angehalten.

Ein Fussgänger mit zwei Hunden hat uns angetippt: Da hat einer eure Mimi tot gefahren...

Micha hat Ulme in meine Pferdedecke gerollt, sorgsamt heim getragen vom Gartenende in den Hof. Dann ist er weinend mit dem Katerchen in die Knie gesackt und hat lange gebraucht, bis wir Ulme beerdigen durften.

Wir haben traurige Stunden gehabt und sein freundliches MAU MAU fehlt unglaublich.




Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
musstest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.
Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben
hier willst Du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wieder sehen.


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13.08.2011  HOPI - manche Kämpfe im Leben verliert man...


Wir haben fleissig geübt, sollen doch die nächsten Ritte und Vorführungen noch viel schöner werden. Julia hatte vom Vorreiten beim Tag - der- offenen-Tür bei Stefan Vierhaus unglaublich Lust bekommen, ebenfalls bei Vorführungen mit zu reiten.

Heute war dazu wieder Reitstunde - und sie war super.

Julia kam in den Stall, hatte Hopi am langen Zügel und wollte ihn absatteln. Das Pferd wankt und geht in die Knie. Sofort haben wir Hopi die Beine gekühlt, den Tierarzt alarmiert. Sehr schnell ist dieser vor Ort und spritzt ein Schmerzmittel gegen die immer heftiger werdende Kolik. Das Pferd kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Wirft sich auf den Rücken, bleibt völlig verdreht liegen.

Doktor Wirtz spritzt Schmerzmittel, Kreislaufstärkung, Untersuchung von Magen und Darm im Stall bringen kein Ergebnis.

Das Pferd ist völlig entkräftet und noch immer nicht verladefähig für eine Fahrt in die Klinik.

Hopi kämpft wie ein Löwe, steht auf dem Reitplatz nass geschwitzt und stöhnend immer wieder auf, wenn ich ihn anflehe, er möge bitte auf stehen. Wir müssen in die Klinik. Fünf sechs Schritte und der kräftige Wallach liegt wieder im Sand. Er keucht, die Tränen laufen, die Lunge bebt.

Wir haben lange gekämpft, bis wir einsehen müssen, dass es nur noch eine Erlösung gibt. Hopi ist binnen weniger Sekunden schon bei der dritten Spritze tot, das Herz hat aufgehört zu schlagen.

Später ist klar, es hat eine innere Verletzung des Darmes gegeben - wohl von einem Melanom das geplatzt ist und der beschädigte Darm hat sich in den Bauchraum entleert.

Wir werden unser Hopi sehr vermissen. Er war ein wunderbares und sehr braves geduldiges Pferd. Hat feurig mit gearbeitet, wenn der Reiter das brauchte und war eine Seele von Kerl, wenn es für den Reiter besser war...

Nun galoppiert der kräftige Schimmel über die ewigen Weiden. Es war schön, ihn gehabt zu haben und Julie wir ihn so sehr vermissen, wie Vivien

 

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FUNNY 25.10.2012 

Heute habe ich mich sehr überraschend von Funny verabschieden müssen.


Funny hat eine sehr schwere Kolik nicht überstanden.

Vielen lieben Dank an Eckhard Günther und seine Frau Erika, die von der ersten Minute des Notfalles bis zum bitteren Schluss an meiner Seite waren.

Den lieben Helferlein auf unserem Hof, ob Schwester, Reiter oder Einsteller ebenfalls lieben Dank für ihre Unterstützung bei der Notfallversorgung.

Manchmal ist Verantwortung tragen wirklich bitter. Aber die wundervollen Stunden mit einem solch tollen Pferd wiegen am Ende alles auf.

Und da steht man dann in der Dunkelheit auf der weiten Sandfläche. Die Tränen laufen über das Gesicht wie bei einem Kleinkind. Die Hände streicheln nochmal das liebevoll-strenge Pferdegesicht.

Man spricht nochmals beruhigende Worte - obgleich man weiss, die folgenden Minuten sind die letzten.

Man muss ruhig sein, man muss stark sein. Denn verkrümeln unter der Decke kann man auch hinterher.

Wir hätten ihn zu gerne so stabil bekommen, dass er noch eine Fahrt in die Klinik geschafft hätte. Aber Wünsche und Leben liegen häufig weit auseinander.

Ich bin dankbar für "die bunte Kuh ohne Papiere", für ein wunderbares Pferd!! Der uns als Abfall angeboten wurde und sich zu einem wundervollen Jugend- und Turnierpony gemausert hat. Eine Lebensversicherung in Dressur, Springen, Gelände, beim Jagdreiten und in der Vielseitigkeit.

Ich habe den Wahnsinn geritten, das Tier hinter dem Holzverschlag mit den wunderbaren Augen gekauft - gegen jede Vernunft.

Wir haben ihn behalten, obgleich er ein nervöser, verängstigter Kopper war. Weil er eben in der Arbeit mit uns niemals nervös und ängstlich war. Und alle Dinge, die ihn gruselten, hat er besiegt.

Nur die grünen Traktoren bleiben für Funny der Horror . Damit kann man leben, wenn man sein Kind 8 Jahre lang losreiten lassen darf und sich immer auf dieses bunte Pony mit besonderem Charme verlassen kann.

So habe ich Funny heute auf die ewige Wiese entlassen. Mit Tränen in den Augen und einem freundlichen Klaps in die weiten, die wir nicht sehen können. Er hatte sich sein Zuhause mehr als verdient.

Und noch immer, wenn ich morgens in den Stall gehe, vermisse ich sein freundlich-energisches Wiehern.

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Die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen ihrer vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es über diese Brücke zu einem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken und es ist warmes schönes
Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere werden dort wieder gesund.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen - sie sind nicht mit ihrem
Menschen zusammen, die sie auf Erden so sehr geliebt haben. So rennen
und spielen sie den ganzen Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines
von ihnen inne hält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich
auf und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich trennt es sich von der Gruppe und rennt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es immer schneller und schneller - es hat Dich gesehen.
Wenn Du und Dein Freund sich nun treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme
und hältst ihn ganz fest. Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder
und du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das
so lange aus Deinem Leben verschwunden war - aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens.

 

 

Ihr werdet nie wieder getrennt sein.....

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